Die Schraube hat zwei unterschiedlich steile Gewinde und bringt den Bruch beim Hineindrehen unter Druck.
Wenn der Bruch auf diese Weise stabilisiert ist, braucht man keinen Gips und kann die Hand nach wenigen Tagen wieder bewegen und ohne Belastung gebrauchen.

Komplizierter ist die Behandlung des nicht verheilten Bruches: Über lange Zeit haben sich nämlich die Bruchenden abgeschliffen, so dass der Knochen zu kurz wäre, würde man ihn einfach aneinanderfügen.

Deswegen muss man in diesen Fällen ein Stück Knochen (meist vom Becken) einbringen. Die Stabilisierung erfolgt ebenfalls mit der Spezialschraube:

oder mit zwei normalen Schrauben:

Der Schnitt für die Operation liegt auf der Beugeseite des Hand-gelenks am Übergang Hand-Unterarm. Nach dieser Operation ist ebenfalls eine längere Ruhigstellung im Gips erforderlich.

Ob ein solcher verspätet behandelter Bruch nach der Operation dann auch ausgeheilt ist, kann man gelegentlich erst nach einem Jahr und einer erneuten Röntgenuntersuchung mit Sicherheit sagen. Deswegen ist eine Jahres-untersuchung nach dieser Behandlung wichtig.

Verfasser: Prof. Dr. med. R. Stober

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